Der Tusset-Berg

Der Tusset-Berg ist 1065 Meter hoch. Er ist steil. Auf dem Berg wächst viel Wald. In der Nähe liegt der Ort Wallern.
Früher führte ein Handels-Weg über den Berg. Der Weg hieß Goldener Steig. Händler haben dort Waren getragen. Sie sind von Passau nach Prachatitz gelaufen. In Wallern konnten sie schlafen.
Am Weg hing ein Bild von Maria. Die Händler haben davor gebetet.
Alte Geschichten über das Bild
Über das Bild von Maria gibt es alte Geschichten. Man nennt so eine Geschichte auch Legende.
Eine Geschichte erzählt: Ein Soldat wollte das Bild kaputt machen. Da kam ein helles Licht aus dem Bild. Der Soldat konnte nichts mehr sehen. Danach hat er an Maria geglaubt.
Eine andere Geschichte erzählt: Ein Jäger hat das Bild in den Fluss geworfen. Aber das Bild ist nicht unter-gegangen. Es ist den Fluss hinauf geschwommen.
Jakob Klauser baut die Kapelle
Jakob Klauser war Schmied. Er hat in Wallern gelebt. Er konnte 3 Jahre lang nichts sehen. Er war blind.
Jakob Klauser hatte einen Traum. In dem Traum hat eine Stimme gesagt: Geh in den Tusset-Wald. Dort findest du ein Bild. Dann kannst du wieder sehen.
Der Traum kam 3 Nächte lang. Jakob Klauser hat gebetet. Dann konnte er wieder sehen.
Jakob Klauser ist in den Wald gegangen. Er hat lange gesucht. Am Abend hat er das Bild gefunden. Es hing an einem Baum bei einer Quelle.
Jakob Klauser hat versprochen: Ich baue hier eine Kapelle. Im Jahr 1791 war die Kapelle fertig. Sie war aus Holz. Jakob Klauser hat das Bild in die Kapelle gehängt.
Viele kranke Menschen sind zur Kapelle gekommen. Besonders Menschen mit kranken Augen. Manche wurden wieder gesund.
Jakob Klauser ist am 3. Juli 1807 gestorben. Er war 70 Jahre alt.
Der Streit um den Wald
Die Menschen aus Wallern durften Holz im Wald schlagen. Der Wald gehörte aber einem Fürsten. Darum gab es Streit.
Im Jahr 1810 war der Streit zu Ende. Die Menschen aus Wallern durften kein Holz mehr am Tusset-Berg schlagen.
Die Menschen aus Wallern wollten das Bild von Maria behalten. Darum haben sie es nach Wallern gebracht. Es kam in die Kirche.

Die Menschen aus Wallern sind trotzdem weiter zur Kapelle gegangen. Bis sie ihre Heimat verlassen mussten.