Die Menschen

Emil Weber

Er hat die Kapelle gebaut

Emil Weber hat die neue Tusset-Kapelle gebaut. Ohne ihn gäbe es die Kapelle nicht.

Emil Weber steht vor der neuen Kapelle.
Emil Weber vor seiner Kapelle.

Emil Weber ist am 8. Januar 2002 gestorben. Er war lange krank.

Seine Kindheit

Emil Weber wurde am 24. April 1926 geboren. Er kam im Dorf Filz zur Welt. Das Dorf lag im Böhmer-Wald.

Seine Eltern hießen Anna und Liebreich Weber. Er hatte einen Bruder. Der Bruder hieß Franz. Franz war krank. Er ist mit 22 Jahren gestorben. Emil hatte auch eine Schwester. Sie hieß Marie.

Ein altes Foto von der Familie Weber. Fünf Menschen stehen zusammen.
Die Familie Weber. Emil ist rechts.

Die Familie hat mit Holz gearbeitet. Schon der Groß-Vater. Und der Vater. Sie haben Sieb-Reifen gemacht. Und Holz-Schuhe. Und Schaufeln.

Ein Haus. Links an der Wand stehen runde Reifen aus Holz.
Links sehen Sie die Sieb-Reifen. Emils Vater hat sie gemacht.

Schule und Krieg

Emil Weber ist bis 1940 in die Schule gegangen. Danach hat er Tischler gelernt. Die Schule war in Wallern.

Von 1943 bis 1945 war Emil Weber Soldat. Er war bei der Marine. Danach war er 6 Monate in Gefangenschaft.

Im Oktober 1945 kam er nach Hause. Aber im Jahr 1946 musste die Familie weg. Sie durften nicht mehr im Böhmer-Wald bleiben.

Seine Familie

Am 5. Januar 1948 hat Emil Weber geheiratet. Seine Frau hieß Maria Prinz. Sie hatten 2 Söhne: Helmut und Emil.

Im Jahr 1953 ist die Familie nach Uhingen gezogen. Uhingen liegt in Baden-Württemberg. Ein Jahr später hat Emil ein Haus gebaut.

Im Jahr 1959 ist seine Frau gestorben. Sie war krank. Emil war allein mit den 2 Söhnen.

Im Jahr 1960 hat Emil wieder geheiratet. Seine zweite Frau hieß Anna Spitzl. Sie hatten 2 Söhne: Gerhard und Franz.

Ein Hochzeits-Foto von Emil Weber und Anna Spitzl.
Die Hochzeit von Emil Weber und Anna Spitzl.

Die Arbeit für die Heimat

Emil Weber hat seine Heimat sehr geliebt. Er war in einem Verein für Menschen aus dem Böhmer-Wald.

Im Jahr 1978 hat er eine Aufgabe übernommen. Er hat sich um die Menschen aus Obermoldau gekümmert.

Er hatte einen großen Wunsch. Er wollte ein Denkmal bauen. Im Sommer 1981 hat er mit der Gemeinde Philippsreut gesprochen.

Es gab viele Treffen. Und viele Ideen. Am Ende war klar: Wir bauen die Tusset-Kapelle noch einmal.

Emil Weber hat jede freie Minute gearbeitet. Im Urlaub. Und nach der Arbeit. Er hat in einer kleinen Werkstatt in Uhingen gearbeitet.

Nach 2 Jahren war das Holz fertig. Es kam nach Philippsreut. Dort wurde die Kapelle aufgebaut.

Am 27. Juli 1985 war das große Fest. Der Bischof Franz Eder aus Passau hat die Kapelle eingeweiht. Das war ein wichtiger Tag für Emil Weber.

Im Jahr 1987 kam der Kreuz-Weg dazu.

Die letzten Jahre

Am 20. Februar 1994 hatte Emil Weber einen Schlag-Anfall. Danach war seine rechte Seite gelähmt. Er konnte nicht mehr arbeiten. Das war sehr schwer für ihn.

Seine Frau Anna hat ihn gepflegt. Emil Weber war meistens gut gelaunt.

Jedes Jahr am 15. August war die Wallfahrt in Philippsreut. Das war für ihn der schönste Tag im Jahr.

Emil Weber ist im Schlaf gestorben. Er hat nach dem Essen geschlafen. Er ist nicht mehr auf-gewacht.

Der Grab-Stein von Emil Weber.
Der Grab-Stein von Emil Weber.

Seine Familie schreibt: Wir vergessen ihn nie. Und wir vergessen nicht, was er für uns getan hat.